Meine grosse Reise 2019 /9
- Mein persönlicher Jakobsweg, 3'229.68 Km

Gesamtstrecke  412.13 Km

 

Woche 8
Von Mannheim  - Plittersdorf -
Rust - Huningue FR bei Basel - Bülach

YouTube:
https://youtu.be/TgymzyYYdfo

Sa 10. August 2019 Mannheim Strandbad
 

Am Morgen stand ich mit Federika fast zeitgleich auf, so gegen 9 Uhr. Sie hatte es nicht eilig, dennoch wollte sie heute weiter fahren. Eigentlich schade, denn wir verstanden uns gut. So ist das eben auf Reisen, ein kommen und gehen. Gemeinsam haben wir dann Frühstück gegessen. Na unsere Frisuren schien dieselbe zu sein. Danach half ich ihr zusammen packen und wir verabschiedeten uns herzlich. Wünschte ihr alles liebe du gute. Gleich darauf kam eine andere junge Frau, habe leider den Namen vergessen, mit der ich mich auch gut verstand.

Später machte ich mich an die Arbeit, noch etwas Rasen zu mähen und den Vorplatz vom Unkraut befreien. Eigentlich wollte ich auch noch am Nachmittag etwas arbeiten, denn ich wollte ja nicht um sonst hier zelten. Doch Harry meinte, ne ne, du gehst mal schön in die Stadt Mannheim, an den CSD (Christopher Streed Day). Das war so nett, dass er an mich gedacht hatte. Dennoch hatte ich erst ein schlechtes Gewissen, denn die Abmachung war, ich würde ihm bei der Arbeit unterstützen. Doch er wollte davon nichts wissen. Also am Nachmittag ab in die Stadt. Die junge Frau, die heute Morgen ankam, begleitete mich und wir fuhren gemeinsam mit dem Rad an den CSD. Dort trennten wir uns, da sie sich noch mit Freundinnen treffen würde.Da Ich schloss das Fahrrad dort 2-mal ab und an dabei an einen Abwasserrohr. Dabei blieb ich immer in der Nähe des Fahrrades. Deswegen war ich wenig besorgt. Meine Begeisterung war gross und vergass die Welt kurz um mich rum.

Später, als der CSD zu Ende war, fuhr ich alleine zurück und genoss das Wetter Meine Gedanken und Erinnerungen an gerade eben hingen mir noch im Kopf nach. Am Campingplatz angekommen, setzte ich mich zu Chris und Harri. Die Tochter war auch dabei. Ja und ich erzählte eifrig meine Eindrücke, zeigte Fotos, war voll in meinem Element. Später gegen Abend kam die junge Frau zurück und wir sassen gemeinsam zusammen. Dabei hatten wir  tolle und auch interessante Gespräche Irgendwann verkrochen wir uns in unsere Zelte. Vor dem Einschlafen hingen noch lange meine Gedanken vom Tag hinter her. Irgendwann schlief ich zufrieden ein.
 

So 11. August 2019 Mannheim Strandbad
 

Heute Morgen war ich schon früh wach, da die Junge Frau abreiste und ich sie nicht verpassen wolle. Wir assen gemeinsam Frühstück, quatschten auch wieder zusammen und ich half ihr, das Zelt und Ausrüstung zusammen zu packen. Ihre Ferien gingen in den nächsten Tage zu ende. Sie wollte auch in den Süden, wo genau sie wohnt, bin ich mir nicht mehr sicher, meinte in Stuttgart.

Als sie weg fuhr, war ich schon etwas traurig, aber so ist es eben auf Reisen, ständig ein verabschieden. Um 9 Uhr kamen Harry und Chriss, um den Campingplatz zu öffnen. Sie boten mir gleich ein Kaffee an. Als ich meinte, was es heute zu tun gebe, meinte Chris, he heute ist Sonntag, geniess den Tag. Vielen Dank, das tat ich sehr gerne. Viel gibt es nicht zu erzählen, nur dass ich im Restaurant Pommes mit Schnitzel ass und ein Eis. Und ja, die Gedanken, morgen verabschiede ich mich auf unbestimmte Zeit, wo wir uns wieder sehen würden. Das stimmte mich etwas wehmütig. Am Abend genoss ich den wunderschönen Sonnenuntergang, der irgendwie passend zum letzten Abend hier war. Mit diesen Gedanken schlief ich ein.
 

Mo 12. August 2019 Mannheim Strandbad
 

Als ich heute Morgen aufgestanden bin, war es noch sehr ruhig. Scheinbar war ich die einzige, die den Platz verlassen würde oder die andern gehen erst später. Wie auch immer. Leise packte ich mein Material zusammen und bepackte mein Fahrrad. Das Wetter war bescheiden, bewölkt. Ich wollte früh los, auch wenn Harry und Chris noch nicht da waren. Zum grück hatte ich mich gestern noch herzlich verabschiedet, auch wenn es mir schwer viel. Leise verlies ich den Zeltplatz, um andere nicht zu stören. Vor dem Campingplatz blieb ich nochmals stehen und schaute wehmütig einige Minuten zurück. Es viel mir schwer, hier weg zu fahren.

Ich fuhr auf der Linken Rheinseite entlang. Irgendwann kam ich in ein Industriegebiet und eine spezielle geschwungene Abfahrt um die Fabrick rum zur Rheinfähre (Leider ging Foto-Filmmaterial verlohren). Dies nutzte ich, um auf die andere Seite des Rheins zu kommen. Warum ich das tat, ich weiss es nicht und ist ja auch nicht so wichtig.
Bis zum Mittag gab es nicht viel zu sehen. Das Wetter blieb bescheiden, aber zum Glück trocken. Eine Zeit lang schweiften die Gedanken zurück zu Chriss und Harry, doch mit der Zeit lies das nach. Das war auch gut so. Es war einfach eine schöne Fahrrad-Strecke in der Natur. Ich kam dann auch an Orte vorbei, die mir von Beginn der Reise bekannt waren. So auch in Germersheim, wo ich vor über einem Monat heimlich hinter Wohnwagen mein Zelt aufschlug. Ich suchte nochmals den Platz von damals auf und lies die Gefühle, Erinnerungen auf mich wirken. Es warum die Mittagszeit und das Wetter zeigte sich dann doch noch von der schönen Seite.  Die Sonne setzte sich durch und es wurde doch noch ein sonnigen Tag . Ich genoss den Tag und freute mich auch schon auf Plittersdorf, Nadin und Mona wieder zu sehen.

Als ich am Abend da ankam, war es ein freudiges Wiedersehen. Ich genoss die Mädels, ich genoss den Campingplatz und mir ging es einfach gut. Am Abend war ein wunderschöner Mondschein. Vielleicht war das ein Zeichen, ich weiss es nicht. Aber der Mond war wunderschön! So beendete ich den Tag.
 

Di 13. August 2019 Plittersdorf
 

Heute Morgen bin ich gut aufgestanden. Nachdem ich brötchen vorne im Laden, auf dem Campingplatz geholt habe, brühte ich mir einen Kaffee und genoss das Früstück in der Morgensonne. Der Tag selbst war ruhig und viel gibt es nicht zu erzählen. Am Mittag bin ich im Restaurant was essen. Ansonsten war der Tag nicht aufregend. Ich genoss einfach den Tag. Innerlich bereitete ich mich schon irgendwie darauf vor, dass "Die grosse Reise" zuende gehen würde.

Als es dunkel wurde, zeigte sich der Mond wieder in voller Pracht. Und so ging ein ruhiger Tag zu ende.
 

Mi 14. August 2019 Plittersdorf
 

Bin heute etwas späht aufgestanden. Ich genoss noch etwas die Sonne, die auf das Zelt schien das innere erhelte. Späht heisst ja für mich, wenn ich so um 7.30 Uhr aufstehe. Dies hatte auch ein grund. Denn Mona und Nadin öffnen den Campingplatz immer um 9 Uhr. Ich wollte mich unbedingt noch von ihnen verabschieden. Nach dem Früstück habe ich alles eingepackt und Zelt abgebaut hatte, bewegte ich mich langsam zur Rezeption.  Denn es war kurz vor 9 Uhr. Ich begegnete den beiden und wir quatschten noch etwas. Für einen kurzen Moment viel es mir schwer, ihnen auf Wiedersehen zu sagen.

Der Tag wurde wieder herrlich und heiss. Dann fuhr ich los, Richtung „Heimat“, wobei das noch 3 Tage dauern würde, bis ich wieder in der Schweiz war. Gemischte Gefühle machten sich in mir breit, als ich darüber nachdachte. Einerseits freute ich mich nach so langer Zeit, wieder in die Schweiz zu kommen, anderseits… naja, ich habe ja kein richtiges Zuhause, wie auch immer.

Ich kam an eine Holzbrücke, ein offizieller Radweg, wo ich mein bepacktes Fahrrad und Anhänger über die 2-Stufen-Treppe hieven musste, was gar nicht so leicht war. Ein richtiger Kraftakt. Aber auch das bewältigte ich. Und dann gelangte ich wieder an den Rhein. Als ich so am Rhein entlang fuhr, wiederspiegelte sich der Himmel im Wasser, schön anzusehen. Ich fühlte ich mich wieder mal so richtig frei. Mein Herz zersprang fast vor Glück. Es tat gut, in diese Weite zu sehen, kein Haus, keine Strasse, nur ab und Zu ein Schiff.

In Kehl machte ich Rast und sah diesen tollen Brunnen. Ja die Erfahrungen mit Brunnen in Deutschland war eine besondere. Wenn du durch die Schweiz oder Österreich fährst, kommt du andauernd an einem Brunnen vorbei. Hier in Deutschland ist das, vor allem ausserhalb der Städte, eine absolute Rarität. Manchmal schon wäre ich froh gewesen, es wäre ein Brunnen oder so da gewesen. Ich nahm mir vor, für die nächste Reise einen Wasserfilter zu zulegen.

Dann sah ich von weiten Rust und ihre Achterbahn. Ich freute mich auf das Wiedersehen mit dem Campingplatz in Rust. Der liegt gleich hinter dem Europapark und ist damit verbunden. Aber ich war auch froh, nach knapp 98 Km in Rust angekommen zu sein. Daher machte ich es mir gemütlich, nach dem Zeltaufbau und genoss den Abend, die vielen Zelte und deren Menschen, das Kreischen der Leute auf der Achterbahn. Ja ich konnte direkt auf die Achterbahn sehen. So ging auch dieser wunderschöne Tag zu ende…
 

Do 15. August 2019 Rust
 

Ich wurde vom Regen um ca. 6 Uhr morgens geweckt, der auf mein Zelt trommelte. So ein Mistwetter. Naja, mal ne halbe Stunde abwarten. Die halbe Stunde war vorbei und es regnete immer noch. Bringt nichts, dann eben im Regen das Zelt zusammen packen. Gesagt, getan. Und dann… Ich war fertig mit zusammen packen, hörte es auf zu regnen. Na toll veräppeln kann ich mich auch selbst. Etwas mürrisch fuhr ich los, was sich aber gleich wieder legte. In Rust ging ich dann zu einer Bäckerei, was eine tolle Erfahrung war. Denn ich kaufte ein Schokodrink, belegtes Brötchen und ein Gläschen Mini Schoko Brotaufstrich ein. Als ich es auf den Tresen nahe neben einer anderen Kundin ihrer Sachen legte, meinte diese freundlich dann zur Verkäuferin, dass dies nicht ihre Sachen seien. Die Verkäuferin erwiederte, nein schon klar, dies gehört der Dame neben an, wobei ich gemeint war. Obschon ich gut gegen Regen gekleidet war, war es für die Verkäuferin selbstverständlich, dass ich eine Frau bin. So was tut gut und erlebt man nicht alle Tage.

Dann fuhr ich los, Richtung Rhein, etwas unmotiviert. Jeder Anfang ist schwierig, dachte ich. So fuhr ich zu Beginn etwas Ziellos umher. Dann endlich erreichte ich den Rhein, zumindest ein Nebenfluss vom Rhein, was auch schön war. Mittlerweile hat es wieder angefangen zu regnen. Also Regenbekleidung hervor holen und anziehen. Kurze Zeit später hörte der Regen wieder auf. Erst lies ich die Reenklamotten noch an, aber es wurde immer wärmer. Also wieder aus der Regenbekleidung. Als ich um 13 Uhr in Breisach ankam, schien sogar die Sonne. Herrlich und ich folgte dem Rhein, eine wunderschöne Strecke.

Irgendwann nach einigen Kilometer, als ich am Rhein entlang fuhr, bemerkte ich, dass hinter mir eine tief-schwarze Wolken zu sehen waren. Solange die hinter mir bleiben, ist alles gut. Es war den ganzen Tag schon etwas windig, aber nun frischte Wind auf. Zum Glück hatte ich Rückenwind. Es wäre mir  lieber gewesen, ich hätte Gegenwind gehabt, so würden die Regenwolken von mir weg treiben. Es war schön, mit Rückenwind zu fahren, doch dass heisst, die schwarze Regenfront, Wolken vefolgten mich. Ab und zu drehte sich aber auch mal der Wind.

Die schwarzen Wolken kamen immer näher und der Himmel verdichtete sich immer mehr. Manchmal keimte mir die Hoffnung auf, dass die Regenwolken auf Abstand blieben, doch der Schein trügte. Ich war zuversichtlich und war immer noch ohne Regenbekleidung, irgendwie würde das schon passen. Doch die Ernüchterung kam schneller, als mir lieb war, obschon ich vorne noch den blauen Himmel sahe. Dann irgendwo in der Gegend Müllheim, wo genau, weiss ich nicht, kam der Regen urplötzlich und heftig. Ich konnte gerade so noch die Regenjacke anziehen. Der Regen kam so heftig, dass ich in kürzerster Zeit Hüfte abwärts komplett durchnässt war. Und von einem Unterstand konnte ich nur träumen. So fuhr ich in dem heftigen Regen weiter. In der Verzeiflung sah ich dann irgendwas, schmales, wo ich darunter stehen konnte und mir zumindestens minimalen etwas Schutz bot. Mein armer Schnuffi (Maskottchen) wurde völlig durchnässt. Das tat mir so leid. In zukundt wollte ich führ ihn ein Regenschutz basteln.

Und dann, endlich nach gefühlter Stunde hörte der Regen auf, also weiter. Meine Schuhe waren schon recht nass. Ich hatte es überstanden... dachte ich. Nach ca. 1 Km begann es wieder zu regnen an, diesmal heftiger und wieder nichts zum unterstehen. Bis anhin waren meine Schuhe Nass, nun hatte ich Wasserschuhe. Meine Stimmung war auf dem Tiefpunkt. Ich sah wohl erbärmlich aus. Dennoch versuchte ich das Beste daraus zu machen. Irgendwann nach 5 Km hörte endlich der Regen auf. Und ich traute meinen Augen nicht, ein Unterstand...
Die Wolken zogen an mir vorbei und auch die Sonne drückte wieder etwas durch, Gott sei Dank. Es wurde immer wärmer.

Nach ein paar Stunden erreichte ich in Basel. Das schöne war, bis dahin war ich wieder komplett trocken, dafür war ich dankbar. Nur die Schuhe wiesen eine leichte Feuchtigkeit auf, das war mir aber egal. Was für ein Höllenritt. Ich fuhr ins 3-Länder Eck auf den Campingplatz Au Petit Port in Huningue, Frankreich. Die Brücke über den Rhein nach Frankreich war echt schön.

Am Campingplatz angekommen, bezog ich mein Zeltplatz und betrachtete mein Fahrrad mit Anhänger. Ich fuhr oft auf Schotterwegen. Dementsprechend sah auch mein Long-Trailer auch aus. Von Sauberkeit keine Rede. Egal, Zelt aufbauen, duschen gehen, was essen und den Abend geniessen…
 

Fr 16. August 2019 Basel
 

Ich bin heute gut aufgestanden. Eigentlich wie immer das gleiche Ritual mehr oder weniger. Der Tag war schön, die sonne schien, wolkenloster Himmel. Und dennoch war es anders. Es war mein letzter Tag. Heute Abend würde ich zu Hause sein, meine lange Reise ist dann zu ende. Ja nach der langen Reise war ich reisemüde und dennoch kam etwas Wehmut auf. Schön ist, dass jemand zu Hause auf mich warten würde. Und Morgen würde ich von einem Freund geholt, damit ich ein paar Tage bei ihm sein könnte. Meine Pflegeeltern würden mich auch da besuchen. Ok, war etwas melancholisch drauf.

Also dann mal los. Ich fuhr über die 3-Länder-Brücke zurück Richtung Basel. Erst gelangte ich aber nach der Brücke auf deutschen Bebiet. Kurz darauf, ums Eck war noch ein Einkaufs-Center. Ich besorgte mir noch was für den letzten Tag, für unterwegs. Aufs Fahrrad gesessen gings weiter Richtung Basel. Und da kam nun das Ortschild kurz nach der Grenze zur Schweiz, Basel. Ja die Schweiz hatte mich wieder. Ich fühlte mich für diesen Moment wieder zu hause. 9 Wochen unterwegs war doch schon eine lange Zeit, zumindest für mich.

Ich fuhr durch die Stadt, genoss den Rhein, die Schifffahrt und überquerte den Fluss auf die rechte Rheinseite. In Basel wollte ich noch ein Sandwich in einer Bäckerei kaufen, einfach um wieder mal in der Schweiz einzukaufen. Poa, waren die belegten Brote teuer, 6.80 SFR. Ich hatte noch immer die deutschen Preise im Kopf und bemerkte, wie teuer hier alles so ist. Das war ich  nach der langen Zeit nicht mehr gewohnt. Aber… Ich konnte nicht mit Karte bezahlen, na so was. Also ging ich unverrichteter Dinge aus dem Laden, stieg auf mein Fahrrad und fuhr weiter.

Nach Basel bekam ich kaum noch den Rhein zu Gesicht. Irgendwann zweifelte ich, ob es nicht besser gewesen wäre, auf der deutschen Seite zu fahren oder hatte ich einfach den Radweg verfehlt. Wie auch immer. Es enttäuschte mich schon etwas. Auch die Radwege waren meist an viel befahrener Strasse. Nein, die Schweiz ist kein Fahrrad-Land. Zumindest kam es mir in dem Moment vor. Aber das Positive. Immer wieder fuhr ich an einem Brunnen vorbei. Ja das wäre manchmal schön gewesen, wenn ich das auch in Deutschland angetroffen hätte. Aber das ist kein negativer Punkt.

Gegen Mittag sah man schon von weitem das Atomkraftwerk in Leibstatt. Zuerst nur die Dampfwolke vom Kühlturm, dann irgendwann auch das Atomkraftwerk. So negativ das Bauwerk ist, so imposant war aber auch der Kühlturm. Und ja, ich kam immer näher an meinem Zielort an. Ich hielt Kontakt mit meiner ehemaligen Freundin, wo ich gerade war. Denn sie würde auf mich zu Hause empfangen.

Dann bog ich Vom Rhein bei Zweideln ab und fuhr der Glatt Richtung Bülach entlang. Ich wurde etwas ungeduldig, da es nicht mehr lange dauern würde, bis ich zu Hause war. Es war schon später Nachmittag. Dann kam das Ortsschild Bülach, die letzte steile Steigung hoch, auf der anderen Seite Runter, dann rechts abbiegen und ich war zu Hause und ….

Niemand da. Was nun, meine damalige Freundin hatte meinen Wohnungs-Schlüssel. Ich versuchte sie, anzurufen, besetzt. Nach einer halben Stunde tauchte sie auf. Sie meinte, sie hätte mich schon gesehen, war aber noch am Telefon. Ich war masslos enttäuscht. Auch die Begrüssung, Umarmung… eine reine entäuschung.
So hatte ich mir das nach hause kommen nicht vorgestellt. In dem Moment wäre ich am liebsten aufs Fahrrad gestiegen und wieder los gefahren. Aber ich war ja noch bei ihrer Schwester eingeladen. Doch der Frust ging weiter, die meinte, ob ich 3 Km mit dem Rad zu ihr fahren könne. Nee bestimmt nicht nach über 100 Km.

Ok, danach war der Abend, wie soll ich sagen, nicht schlecht, war aber froh, dann doch zu Hause zu sein und den Abend abzuhaken zu können.
Die Tage danach wurde ich dafür aber der nächste Morgen war sehr schönsehr nett von meinem Freund empfangen. Er d kam, um mich abzuhohlen und wir begrüssten uns herzlich. Er gratulierte mir zu meiner Leistung. Als wir bei ihm ankamen, begrüsste mich auch seine Lebenspartnerin sehr herzlich und wir verbrachten einen schönen, sonnigen Tag. Am Nachmittag kamen noch meine Pflegeeltern bei ihm vorbei und überreichten mir Ihr Geschenk für meine, wie sie sagten, grossartiger Leistung. Und so hatte ich doch noch einen schönen Abschluss, der mich sehr berührte!

 

© by Bike Traveling